Fit für den Sport: Grüne Smoothies

Man soll sich vor dem Sport ja nicht den Bauch vollhauen. Aber morgens mit leerem Magen joggen gehen ist auch keine tolle Alternative. Die Lösung: Grüne Smoothies.

Zum Hintergrund

Nach ein paar Jahren Rohkosternährung, in denen Victoria Boutenko sich und ihre Familie von verschiedenen Krankheiten geheilt hatte, stellte sie fest, dass sie für eine optimale Gesundheit neben dem vielen Obst, Gemüse, Nüssen und Samen zu wenig Blattgrün zu sich nahm, weil es einfach nicht besonders schmeckte. Nach einiger Recherche fand sie heraus, dass Schimpansen in der Natur sehr viel Blattgrün verzehren und zwar häufig in Verbindung mit Obst. So war die Idee zu den grünen Smoothies geboren. Mit Obst und Wasser gemixt schmeckt das Blattgrün süß und es braucht keine Überwindung und auch keine Unmengen an Dressing mehr. Was eben noch ein „gesundes Übel“ gewesen war, war plötzlich lecker. Das ist das Buch, in dem sie ihre Geschichte beschreibt:

Victoria Boutenko Grüne Smoothies
(Klick führt zu Amazon.de)

Wie geht das – Grüner Smoothie?

Ein Grüner Smoothie ist ein Mixgetränk aus Obst, Blattgrün und Wassser:

  • 1/3 Obst
  • 1/3 Blattgrün
  • 1/3 Wasser

Welches Obst und welches Blattgrün man verwendet, kann man frei entscheiden. Es gibt jede Menge Rezepte, in Büchern oder im Internet, an die man sich halten kann, wenn man will. Bitte beachten: Blattgrün ist BLATTgrün und nicht Gemüsegrün. Brockoli z.B. gilt als Gemüse und gehört nicht in den Grünen Smoothie hinein. Ebenso eignet sich hellgrünes Blattgrün, wie das vom Kopfsalat, nicht besonders, da darin vergleichsweise wenig Vitalstoffe enthalten sind. Am allerbesten sind Wildkräuter, da diese in der freien Natur unter optimalen Bedingungen wachsen, ohne jemals vom Menschen durch Züchtung etc. verändert worden zu sein. Dazu zählen auch „Un“kräuter, wie Löwenzahn. Dieser enthält z.B. neunmal so viel Vitamin C und vierzigmal so viel Vitamin A wie Kopfsalat.

Wer häufiger Grüne Smoothies trinkt, wird auch immer „stärkeres“ Blattgrün schmackhaft finden. Für den Anfang empfiehlt es sich aber, ein nicht so starkes Blattgrün, wie z.B. Feldsalat oder Spinat, und süße Früchte zu verwenden, damit es besser rutscht. Z.B. so:

Anfängersmoothie

  • 1 Banane, 1/2 Apfel
  • 1 handvoll Spinat
  • 200 ml Wasser

Natürlich sollte man nicht jeden Tag das gleiche Blattgrün zu sich nehmen, sondern möglichst häufig wechseln. Wie man schon an obigem Beispiel mit dem Kopfsalat erkennen kann, gilt: Je grüner die Blätter, desto mehr Nährstoffe sind enthalten. Neben Spinat, Petersilie, Basilikum und Wildkräutern kann man auch das Blattgrün von Möhren oder Radieschen nehmen. Das gibt es teilweise sogar kostenfrei, z.B. am Obst- und Gemüsestand (man kann ja behaupten, man bräuchte es für die Meerschweinchen, oder so. Essen die sowas?). Ich persönlich kaufe meine Möhren eben einfach mit Grün dran. Ach ja, zum Wildkräutersammeln muss man für den Anfang kein Fachmann sein. Man kann beim Unkraut jäten Löwenzahn und Brennessel einfach beiseite legen und hinterher die vielen Nährstoffe statt in die Tonne in den Mixer werfen. Zwei Fliegen mit einer Klappe.

Grüne Smoothies, Joggen, Fitness, Cantienica Frankfurt
Grüner Smoothie aus Orange, Banane, Apfel, Spinat, Petersilie, Wasser, mmmmmmmmmmmhhhhh….

Warum Grüne Smoothies?

Vorteil 1: Unfassbar gesund

Grünes Blattgemüse ist extrem reich an Nähr- und Ballaststoffen, enthält Unmengen an Chlorophyll und ist somit eine ideale Nahrung für den menschlichen Körper. Außerdem sind sie leicht und geben sofortige Energie – ideale für „vor dem Sport“.

Vorteil 2: Super lecker

Ausprobieren! Wenn genug süßes Obst im Smoothie ist, dann schmeckt er auch. Echt!

Vorteil 3: Super schnell zubereitet

Ich brauche für  einen Liter Smoothie maximal drei Minuten: Blattgrün und Obst waschen, ein wenig zerteilen und für 60-90 Sekunden in den Mixer. Fertig.

Apropos Mixer

Abgesehen von den Zutaten benötigt man einen guten Standmixer. Für den Anfang kann man auch einfach auf einen Pürierstab zurückgreifen, aber mit einem guten Mixer geht es schneller und wird cremiger. Ein weitere Grund, warum man langfristig in einen guten Mixer investieren sollte ist, dass sehr scharfe Klingen und sehr schnelle Umdrehungen die Nährstoffe im Blattgrün besser aufschließen sollen.

Wenn man sich entschließt, sich extra für die Grünen Smoothies einen Mixer anzuschaffen, sollte man dabei darauf achten, dass er mindestens 24.000 Umdrehungen hat. Ich selbst habe den Omniblend und bin damit sehr zufrieden. Er kann z.B. einen Avocaodo-Kern problemlos kleinmixen. Der tollste Mixer überhaupt ist wahrscheinlich der Vitamix, der allerdings auch das zwei- bis dreifache kostet. Ich habe gelesen, dass der Aufsatz des Vitamix (den man separat kaufen kann) auch auf den Omniblend passt (den man vermutlich auch ohne Aufsatz kaufen kann) – das wäre dann eine relativ günstige Variante für einen ziemlich guten Mixer. Für diese Information übernehme ich aber keine Garantie! Neuerdings gibt es dann noch einen Mixer, der sich preislich leicht über dem Omniblend bewegt und extra für Grüne Smoothies hergestellt sein soll: Bianco Primo.

Das sind also die drei Mixer, von denen ich gesprochen habe (Klick auf die Bilder führt zu Amazon.de):

Omniblend Mixer Grüne Smoothies
Den hab ich: Omniblend
Vitamix Grüne Smoothies
Der tollste und teuerste Mixer: Vitamix
Bianco Primo Mixer Grüne Smoothies
Extra für Grüne Smoothies entwickelt: Bianco Primo

 

 

 

 

 

Aber wie gesagt, ausprobieren kann man auch erstmal mit einem normalen Mixer oder einem Pürierstab, es wird dann einfach nicht so cremig.

Nicht zu schnell trinken!

Das Blattgrün ist nun zwar kleingemixt und könnte ziemlich schnell hinuntergekippt werden, das würde ich aber nicht empfehlen. Besser ist es, jeden Schluck eine Weile im Mund zu behalten und auch ein bisschen darauf rumzukauen, um den Speichelfluss anzuregen. So hat es der Magen leichter und der Körper kann die Nährstoffe besser aufnehmen.

Das war’s. Viel Spaß beim Mixen!

Wie viele Sterne gibst du diesem Beitrag?
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
Loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.